Fragen & Antworten

"Meine Zehe schmerzt; was ist das und was soll ich tun?"

Es handelt sich um einen eingewachsenen Zehennagel mit Hypergranulationsgewebe. Diese Zehe sollte so rasch als möglich von einer Podologin / von einem Podologen behandelt werden.

Nach regelmässigen podologischen Behandlungen kann oft eine Abheilung der Entzündung erreicht werden.

In seltenen Fällen, wenn eine Entzündung immer wiederkehrt, empfehlen wir, den Nagel bei einem Dermatologen zu phenolisieren. Bei dieser Phenolisierung wird unter Anästhesie die Nagelecke bis zur Nagelwurzel entfernt und die Nagelwurzel wird anschliessend mit Phenol verätzt. Damit ist der Nagel danach etwas schmaler und wächst seitlich nicht mehr in den Nagelwall hinein. Dieser ambulante Eingriff ist sehr schonend und praktisch immer erfolgreich. Von einer Nageloperation 'nach Kocher' raten wir grundsätzlich ab.

"Können Sie mich beraten, wie ich die Zehennägel meines kleinen Kindes am Besten schneide?"

Sicher, sehr gerne. Am Besten vereinbaren Sie einen Termin für eine Beratung.

"Mein Grosszehennagel ist gelblich verfärbt; was soll ich tun?"

Ein Nagel kann durch Druck, ein Trauma und/oder einen Nagelpilz verfärbt sein. Oft wird eine leichte seitliche Nagelablösung vom Nagelbett, welche weisslich oder leicht gelblich erscheint, fälschlicherweise als Pilz angesehen. Dieser Bereich wächst meistens, wenn kein weiterer Druck vorhanden ist, wieder heraus.

Wächst der Nagelbereich jedoch gelblich und strichartig nach hinten zur Nagelwurzel, ist es möglich, dass es sich um einen Nagelpilz handelt. 

Möchte man dagegen angehen, empfiehlt es sich, den Nagel eine Weile nicht zu lackieren, also auch keinen Klarlack zu verwenden. So kann die Nagelverfärbung gut beobachtet werden. Nagelpilz wächst langsam aber stetig in Richtung Nagelwurzel. Hilfreich ist es, ein Foto vom Nagel zu machen, um später vergleichen zu können. Bevor die Verfärbung die Nagelwurzel erreicht, lohnt es sich - mit oder ohne Diagnose von Nagelpilz - einen Speziallack gegen Nagelpilz aus der Apotheke (z.B. Curanel oder Sanail-Mepha) einmal wöchentlich anzuwenden. Hat der allfällige Nagelpilz die Nagelwurzel noch nicht erreicht, besteht so die Möglichkeit, dass er rauswächst.

"Ich denke, ich habe Nagelpilz; wie gehe ich am Besten vor?"

Hat die Nagelverfärbung die Nagelwurzel bereits erreicht und würde man in Kauf nehmen, hierfür starke Tabletten einzunehmen, ist es sinnvoll, beim Hausarzt oder Dermatologen eine Nagelprobe entnehmen zu lassen, welche im Labor genau untersucht wird. Eine Diagnose, dass es sich zu 100 % um einen Nagelpilz handelt, kann nicht von blossem Auge gestellt werden. Mit dem Labor-Resultat wissen Sie mit Sicherheit, ob es sich tatsächlich um einen Nagelpilz handelt oder nicht. Das vom Arzt verschriebene rezeptpflichtige Medikament zum Einnehmen wirkt sehr stark und es empfiehlt sich, diese Tabletten in den Sommermonaten einzunehmen, wo man weniger krankheitsanfällig ist (zB. durch virale Infekte).

"Ich bin 78 Jahre alt. Muss ich Nagelpilz medikamentös behandeln?"

Nein, ich rate Ihnen in Ihrem Alter davon ab. Die Belastung des Organismus durch die starken Medikamente gegen Pilz ist sehr gross. Nagelpilz verursacht keine Schmerzen. Es kann einfach sein, dass sich die Nagelplatte verändert, z.B. verdickt und das Nagelmaterial krümelig und brüchig wird. Und es ist möglich, dass weitere Nägel betroffen werden.